Zielgruppe: Wer benötigt ein Girokonto?
Diese Frage lässt sich eigentlich schnell und einfach beantworten: Das Girokonto ist für jeden geeignet. Aber ein wenig wollen wir einzelne Bereiche doch beleuchten. Ein jeder Arbeitnehmer braucht ein Girokonto, damit sein Gehalt oder der Lohn an ihn überwiesen werden kann. Früher wurde das mit der Lohntüte gemacht, doch die Zeiten sind längst vorbei. Das heißt, damals haben die Unternehmen ihre Arbeitnehmer in bar ausgezahlt. Heute landet das Geld natürlich auf dem Konto. In der Regel zu einem festgelegten Zeitpunkt – meist am Monatsende. Da man aber nicht nur Geldeingänge hat, sondern auch Geldausgänge, werden auch diese über das Girokonto abgewickelt. Heutzutage kommt der Vermieter nicht mehr monatlich vorbei, um die Miete zu kassieren – das geht alles automatisch.
Und schon daran merkt man, dass jeder ein Girokonto braucht. Der Arbeitgeber, der dem Arbeitnehmer das Gehalt zahlt und von dessen Konto dieses Geld abgebucht wird ebenso, wie der Vermieter, auf dessen Konto die Miete überwiesen wird. Privatpersonen, Kleinunternehmer, Großkonzerne – sie alle verfügen über ein oder mehrere Girokonten. Man nennt das Girokonto deswegen auch Jedermann-Konto. Schon im Jahr 1995 hat der Zentrale Kreditausschuss eine Empfehlung ausgesprochen, wonach jede Bank jedem Bürger ein solches Girokonto auf Guthabenbasis einrichten soll, wenn dieser das wünscht. Guthabenbasis bedeutet, dass man das Konto in der Regel nicht überziehen kann.
Eine gute Möglichkeit bietet sich mit dem Girokonto für Kinder und Jugendliche. Diese können nämlich ebenfalls ein eigenes Konto eröffnen. Dazu braucht die Bank lediglich das Einverständnis der Eltern. So lernen die Kids schon von klein auf, mit Bankgeschäften und mit Geld richtig umzugehen. Denn es geht immer mehr in Richtung bargeldlose Zahlungen. Die Kids bekommen also schon in jungen Jahren einen Einblick, können sich selbst Geld vom Konto abheben. Eine Gefahr, dass das Konto überzogen werden könnte, gibt es nicht, da dies beim Girokonto ja nicht möglich ist. Dies kann auch ein schönes Geschenk zu Weihnachten oder zum Geburtstag sein. Eine Geldeinlage und das Konto, und schon fühlen sich die Kids zur Erwachsenenwelt gehörig.
Das Girokonto ist ebenfalls perfekt geeignet, wenn man sich im Ausland aufhält. Sei es, weil man dort längere Zeit wohnt, oder weil man sich im Urlaub befindet. Früher musste man Bargeld oder Reiseschecks mitnehmen. Heute reicht in vielen Ländern schon die EC-Karte, um sein Geld an den Geldautomaten vor Ort zu ziehen. Achtung: Die Gebühren der ausländischen Banken sind meist sehr hoch. Hier sollte man einen Blick darauf werfen und es nicht übertreiben. Lieber einmal eine größere Summe abheben, als öfter eine kleinere, da jede Abbuchung kostet. Wer längere Zeit im Ausland lebt, aber noch über Deutschland Geld bezieht, der kann das Konto natürlich weiterhin nutzen und muss es nicht auflösen. Wer im Ausland arbeitet wird allerdings in besagtem Land ein separates Konto brauchen, weil ausländische Arbeitgeber in der Regel das Geld nicht ins Ausland überweisen. Denn auch das muss man bedenken: Auslandsüberweisungen kosten extra.
Man sieht schon, dass man an einem Girokonto nicht mehr vorbeikommt und dass es wirklich für jeden geeignet ist. Allerdings ist es in keinster Weise als Geldanlage herzunehmen, dafür gibt es andere Möglichkeiten wie beispielsweise Tagesgeld oder Festgeld.